Therapie

Bei wem eine Histaminintoleranz diagnostiziert worden ist, der hat nur eine Wahl: die Ernährung umzustellen.

Die Lebensmitteltabellen sind dabei ein Richtwert. Jeder Betroffene muss jedoch nach und nach selbst ausprobieren, was er verträgt und was nicht, und ob er manche Lebensmittel vielleicht in kleinen Mengen essen kann, oder ganz auf sie verzichten sollte. Sicher ist: Frisch statt Konserve, selbst gekocht statt Take Away und Fast Food muss die Devise lauten.

Es gibt Faktoren abseits des Essens, die bei der Histaminintoleranz eine Rolle spielen. Es gilt als belegt, dass die Einnahme von bestimmten Medikamenten zu einer vermehrten Freisetzung von Histamin im Körper führt. Der behandelnde Arzt sollte daher unbedingt darüber informiert werden, welche Medikamente vom Patienten eingenommen werden.

Inwiefern Allergien, Stress und körperliche Belastungen Co-Faktoren bei der Histaminintoleranz darstellen wird kontrovers diskutiert. Aus Patientensicht zählen auch hier wieder die eigenen Erfahrungswerte. Wir haben in unseren Gesprächen festgestellt, dass unsere „sonstige Verfassung“ oft Auswirkungen auf unsere Toleranzgrenze beim Essen haben kann.

Es sind einige Medikamente auf dem Markt, die bei der Histaminintoleranz helfen sollen. Dazu zählen Klassiker wie Anti-Histaminika genauso wie speziell entwickelte Medikamente bei dieser komplexen Nahrungsmittelunverträglichkeit. Es gibt Patienten, die Medikamente aus der Alternativmedizin zur Therapie der Histaminintoleranz einnehmen. Ob und welche Medikamente die Ernährungsumstellung begleiten sollen, muss jeder Patient für sich entscheiden beziehungsweise mit seinem Arzt besprechen.